Hypnosetherapie Schweinfurt

Hypnosetherapie

Hypnose – was ist das eigentlich?

Hypnose ist für viele noch etwas sehr geheimnisvolles und mystisches, was durch Auftritte auf Bühnen und im TV noch unterstützt wird.
„Nichts als Hokuspokus“ glauben manche.
Man wird manipuliert und zu einer Art „willenlosem Geschöpf“ und ist dem „Hypnotiseur“ völlig ausgeliefert – so denken andere.

Das alles hat zum Glück nichts mit klinischer Hypnose zu tun! Ein gesunder Mensch kann auch unter Hypnose zu nichts gewungen werden, was er nicht will.
Dennoch ist es sehr wichtig, sich nur in die Hände eines ausgebildeten Hypnose-Therapeuten zu geben, der vor einer Therapie verschiedene medizinische Punkte abklärt.
Wenn Sie sich für eine Hypnose-Therapie entscheiden, sollten Sie sich genau über die medizinische und therapeutische Ausbildung des Hypnose-Therapeuten informieren.
(Vorgaben der Ärztekammer)

Geschichte der Hypnose

Uralte Keilschriften der Sumerer belegen, daß schon vor 6000 Jahren die Hypnose von besonders ausgebildeten Priestern zur Heilung verschiedener Krankheiten benutzt wurde. Auch in Indien, wo die Hypnose bei den verschiedenen Yogatechniken heute noch eine sehr große Rolle spielt, werden drei Hauptzustände der Trance unterschieden. In den ältesten bekannten Sanskriturkunden hießen diese Zustände Wachschlaf, Traumschlaf, sowie Wonneschlaf. Die Methoden der Hypnoseeinleitung, die die alten ägyptischen Priester anwandeln gleichen denen der modernen Hypnose. Als Priester waren sie gleichzeitig Ärzte und wußten sehr genau über die phantastischen Möglichkeiten der Hypnose bescheid. Auch in Ägypten und Griechenland kannte man eine Form der Hypnose, den sogenannten Tempelschlaf.  Während des Schlafs in der geheimnisvollen Atmosphäre des Tempels wurden dem Kranken selbstheilungsfördernde Suggestionen ins Ohr geflüstert.

Im Mittelalter erkannte unter anderem der Arzt Aureolus Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim (1493-1541), besser bekannt als „Paracelsus“, die heilende Wirkung der positiven Suggestion. Der weit gereiste Mediziner seiner Zeit damals schon weit voraus. Die angehende Inquisition machte diese Art der Heilkunst zu Teufelswerk. So geriet die Hypnose dann auch bald in Vergessenheit, was verständlich ist, hält man sich die Millionen von Hexenverbrennungen zu dieser Zeit vor Augen.

Im 17. Jahrhundert wurde der Arzt Franz Anton Mesmer dadurch bekannt das er mit seinem „Animalischen Magnetismus“ vermeintlichen Magnetismus zur Heilung einsetzte.

Der Chirurg James Braid schließlich nutzte die physiologischen und psychischen Voraussetzungen des Zustandes, den er lange Zeit für künstlich hervorgerufenen Schlaf hielt, weshalb er den Namen Hypnose etablierte.

Jean Martin Charcot (1825-1893) wurde bekannt als französischer Psychiater und Hypnotiseur. Berühmtheit erlangte er auch, als er hysterische Anfälle unter Hypnose demonstrierte.
Er war der Meinung das den Zustand der Hypnose nur hysterischen Menschen gelingt. Die Empfänglichkeit für Hypnose wurde von ihm als ein hysterisches Symptom bewertet.

Der berühmteste Schüler von Charcot war Siegmund Freud. Freud`s Studienaufenthalt bei Charcot 1885/1886 wurde für ihn zum Schlüsselerlebnis.

In Deutschland entwickelte Johannes Heinrich Schultz (1884-1970) das Autogene Training (1932), das als eine formelhafte Methode der Selbsthypnose bezeichnet werden kann.

Ca. 1950 nahm die Bedeutung der Hypnose im klinischen Bereich der englischsprachigen Länder wieder zu.
Der amerikanische Arzt und Psychiater Milton H. Erickson (1901 – 1980) gilt als Vater der modernen Hypnotherapie. Er war maßgeblich an der offiziellen Anerkennung der Hypnose als Therapieform beteiligt.
Heute ist Erickson das Vorbild für eine Vielzahl von Hypnotherapeuten in aller Welt.