Gewichtsreduktion mit Unterstützung durch Hypnose

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Die klinische Hypnose ist eine gute Möglichkeit, bei der Gewichtsreduktion zu unterstützen. In der Kombination mit verhaltenstherapeutischen Maßnahmen erhöht sich die Chance, langfristig ein gesundes Gewicht zu halten.
Doch weder die Hypnose noch kognitive Therapien können zaubern.
An erster Stelle steht immer der absolute Wunsch des Patienten. Besonders wichtig für ein optimales Ergebnis ist es, keine „vorgefertigte Imagination“ zu benutzen (Gieskannen-Prinzip) sondern eine individuell auf den Patienten und dessen Gewohnheiten abgestimmte Hypnose zu gestalten.
In meiner Praxis habe ich außerdem die Erfahrung gemacht, dass es sehr wichtig ist, nicht einfach etwas wegzunehmen (Essen, Süßigkeiten etc.), vielmehr muss etwas dafür gegeben werden (Belohnung), damit kein „Loch“ entsteht. So kann das Unterbewusstsein leichter „überlistet“ werden und der Verzicht fällt nicht so schwer.

Therapie-Leitfaden für 5 Sitzungen:
1. Erstgespräch mit Anamnese und Psychoedukation
Hier werden alle wichtigen medizinischen und persönlichen Daten aufgenommen und abgeklärt, ob eine Hypnosetherapie für den Patienten in Frage kommt.
Eine individuelle Hypnose-Strategie wird passend zur persönlichen Geschichte und den damit verbundenen Gewohnheiten entworfen. Eine positive Verstärkung (Belohnungs-System) wird gemeinsam festgelegt.
Mitgabe eines Protokolls der Essgewohnheiten für eine Woche. Terminvereinbarungen für die nächste  Sitzung.

2. Auswertung des Essverhaltens nach dem Protokoll und erste Hypnose-Sitzung
Nach kurzer Absprache und Besprechung des Essverhaltens laut Protokoll starten wir mit einer ersten Hypnose. Verhaltenstipps bei Ess-Verlangen mit möglichen „Selbst-Suggestionen“ werden besprochen. Das „Belohnungs-System“ wird aktiviert.
Mitgabe der „Notfall-Karte“.

3. Sitzung mit Verhaltenstherapeutischem Ansatz und Verstärkung der Hypnose
Erfahrungsbericht des Patienten, Besprechung, wie mit schwierigen Situationen und Verlangen umgegangen werden kann.
Hypnoseverstärkung.
Feedback des Patienten per E-mail nach 2 Wochen, Termin für Folgesitzung nach etwa 4 Wochen.

4. Sitzung mit Besprechung der Rückfall-Thematik, eventuell 2. Hypnose-Verstärkung
Erfahrungsbericht des Patienten, Besprechung von schwierigen Situationen mit Rückfallgefahr, Bewältigungsstrategien. Termin für Abschluss-Sitzung nach ca. 8 Wochen.

5. Abschluss-Sitzung
Erfahrungsbericht des Patienten und Besprechung der individuellen Nachbetreuung. Falls nötig kurze Hypnose-verstärkung.

Während der letzten Jahre habe ich die Erfahrung gemacht, dass bei manchen Patienten bereits 2 -3 Sitzungen genügen, andere benötigen etwas mehr Unterstützung. Deshalb wird nach jeder Sitzung gemeinsam neu entschieden, was noch gebraucht wird.