Die neue Virus-Erkrankung: Empatischer Stress!

 

Pass auf, der Stress-Virus ist super ansteckend!

Kein Scherz! Hast du gewusst, dass es ausreicht, eine andere Person in einer stressigen Situation zu beobachten, damit dein eigener Körper das Stresshormon Kortisol ausschüttet? Das glaubst du nicht? Ist aber so – Tatsache!
Nachgewiesen haben das Wissenschaftler in einem groß angelegten Kooperationsprojekt zwischen den Abteilungen von Tania Singer am Leipziger Max-Planck-Institut  und Clemens Kirschbaum von der Technischen Universität Dresden.

Hier kommt der wissenschaftliche Beweis, dass Stress ansteckend ist:

Der sogenannte “empathische Stress” (= ansteckender Stress) trat besonders häufig auf, wenn Beobachter in einer Paarbeziehung zu der gestressten Person standen und das Geschehen direkt über eine Glasscheibe verfolgen konnten. Aber auch wenn fremde und gestresste Personen lediglich auf einem Bildschirm zu sehen waren, versetzte das die zuschauenden Menschen in “Alarmbereitschaft”. Ihre Körper schütteten Stresshormone aus. In unserer von Stress geprägten Gesellschaft ist dieser empathisch vermittelte Stress laut Studie ein nicht zu vernachlässigender Faktor für unser Gesundheitswesen.

Wo du dich mit Sicherheit ganz in deiner Nähe auch schon mal angesteckt hast:

Kennst du das? Du triffst dich mit einer/m Freund/in zu einem Kinobesuch. Du bist gut gelaunt und entspannt, dein/e Freund/in aber ist ganz nervös, mahnt dauernd zur Eile, glaubt keine Karten mehr zu bekommen, den Anfang zu verpassen, wird immer zappeliger, bis- ja bis du plötzlich auch zappelig und nervös wirst. Deine Ruhe und Gelassenheit ist auf einmal wie weggeblasen. Ist jetzt keine große Sache, spätestens wennihr im Kino sitzt, beruhigt sich alles wieder. Aber für einen gewissen Zeitraum hat dein Körper unnötigerweise Stresshormone ausgeschüttet und damit dein “Körper-Stress-Konto” belastet.

Wie kannst du dich vor der “Stress-Ansteckung” schützen?

Am einfachsten ist es natürlich, wenn du dich erst gar nicht mit gestressten Menschen umgiebst. Aber das ist dir wahrscheinlich leider nicht immer möglich. Es sei denn, du lebst in einem Zen-Kloster mit super-entspannten Mönchen 🙂 .
Aber ich wette, in deiner jetzigen Welt geht es in auch in deinem Umfeld oft stressig zu. Und das ist gefährlich für deine Gesundheit!
Was kannst du also tun, um dich nicht mit diesem Stress anzustecken und mit der Zeit krankmachende Symptome zu entwickeln?

Erste-Hilfe-Maßnahme gegen Stress-Ansteckung

Nutze die “Adler-Perspektive”! Stelle dir immer wieder mal vor, du kreist wie ein Adler über der aktuellen Situation und beobachtest dein Umfeld. Entdeckt der Adler in dir gestresste Menschen, dann denke ganz bewusst: “Das ist Euer Stress-Problem, nicht meins! Ich kreise über Euren Stress-Problemen.” Atme dabei 3x tief ein und aus und genieße es, wie du “über dem Stress kreist als Adler”.