Ich habe Angst!!!

Angst
S
o wie über zehn Millionen andere Menschen in Deutschland.

Einer Studie aus dem Jahre 2010 zufolge waren in diesem Jahr 15 Prozent der Deutschen wegen krankhafter Angst beim Arzt. Also fast jeder sechste Erwachsene. Keine andere psychische Störung wird häufiger diagnostiziert.

Wozu ist Angst überhaupt da?
Angst ist ein urmenschliches Gefühl das wichtig ist, um zu überleben.
Hätten wir vor nichts Angst, könnten wir Gefahren nicht einschätzen und würden Dinge tun, die uns schaden oder unser Leben gefährden.
Angst hilft uns, Gefahren zu erkennen. Sie mahnt uns zu Vorsicht und erhöht unsere Aufmerksamkeit. Angst ist somit wichtig für das Überleben.

Was passiert, wenn wir Angst haben?
Wenn wir Angst empfinden, werden Stresshormonen ausgeschüttet. Das führt zu körperlichen Reaktionen wie Muskelanspannung, Herzrasen, Schwitzen, Atembeklemmungen uvm.

Wichtig ist es die eigentliche Ursache zu finden!
Einschneidende Erlebnisse, die oft weit zurückliegen und nicht unbedingt einen direkten Bezug zur Angst haben, können eine Ursache sein.
Oft werden diese Ereignisse kaum oder gar nicht erinnert und müssen erst ganz sanft „wiederentdeckt“ werden, bevor man sie ablösen kann.

  Ursachen für Angststörungen im Überblick:

  • Einschneidende Erlebnisse
    (oft bereits in der Kindheit, zum Teil verdrängt)
  • Veranlagung und Erziehung
  • Lebensereignisse
  • Lange Stressbelastung
  • Suchtmittel
  • Krankheiten, Stoffwechselstörungen

Wann macht die Angst krank?
Jeder Mensch hat ein unterschiedliches Angstniveau.
Zum Problem wird die Angst, wenn sie nicht erklärbar ist und ohne ersichtlichen Grund kommt oder nicht wieder abklingt.

Welche Angststörungen gibt es?
(nachfolgend die bekanntesten)

  • Agoraphobie
    Anhaltende Furcht vor Vermeidung von Menschenmengen, öffentliche Plätze, Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel, Reisen mit weiter Entfernung von Zuhause.
  • Soziale Phobie
    Angst wird ausgelöst in zwischenmenschlichen Situationen wie z. B. Feiern, Reden, Essen, Unterschreiben oder generell in Kontaktsituationen.
  • Panikstörungen
    Panikstörungen sind gekennzeichnet durch wiederkehrende, unerwartet auftretende Angstanfälle, die innerhalb kurzer Zeit ihr Maximum erreichen. Sie sind von vielfältigen körperlich-vegetativen Symptomen sowie intensivem Angst- und Bedrohungserleben begleitet. Anhaltende, nicht auf bestimmte Situationen gerichtete.
  • Spezifische Phobie
    Angst wird ausgelöst durch spezifische Objekte oder Situationen wie z. B. Tiere, Höhen, geschlossene Räume, Zahnarztbesuch etc.
  • Generalisierte Angststörung
    Anhaltende, nicht auf bestimmte Situationen gerichtete, Angst mit starken vegetativen Beschwerden, unkontrollierbaren Sorgen und nicht begründbaren Befürchtungen.