Superman & Superwoman unter uns…

Superwoman & Superman unter uns…

…wenn Perfektionismus krank macht!

Gemeint sind hier nicht die Film-Figuren, die die Welt retten und mit coolen Umhängen durch die Luft fliegen, sondern die „Supermans“ von neben an.

Darf ich vorstellen:

Mrs. Superwoman

  • die perfekte Mutter und Ehefrau
  • die gleichzeitig auch noch Karriere im Beruf macht
  • gut aussieht, immer gepflegt und gut gelaunt ist
  • selbstverständlich als Sportskanone brilliert
  • traumhaft kocht
  • immer die perfekte Torte mitbringt
  • selbstverständlich sozial engagiert ist
  • … usw. … usw. …

Mr. Superman

  • der perfekte Ehemann und Familienvater
  • erfolgreich im Beruf
  • sportlich
  • immer gepflegt und gutaussehend
  • stark
  • emotional und romantisch im richtigen Moment
  • zu jeder Zeit verständnisvoll und gut gelaunt
  • … usw. … usw. …

Was geht wirklich in Mr. und Mrs. Perfekt vor?
Perfektionismus ist in unserer westlichen Welt weit verbreitet.
Es wird sehr stark in Schwarz-Weiß-Kategorien gedacht. Wer nicht perfekt ist, wird automatisch zum Verlierer. Fehler darf man sich nicht erlauben.
Woher kommt dieses Denken?
Die Ursachen sind wohl verschieden. Unsere Gesellschaft ist sehr leistungs- und erfolgsorientiert. Schon in der Schule lernen wir, dass nur gute Leistungen zählen und belohnt werden. Das setzt sich im  Erwachsenenalter fort. Fehler machen setzen wir mit Versagen gleich. Aber wo ist die Grenze zwischen gesundem Ehrgeiz und krankmachendem Perfektionismus? Welchen Druck geben wir vielleicht schon (unbewusst) an unsere Kinder weiter?

Wie kommt man aus der Perfektionismus- Falle?
Diese Muster zu durchbrechen geht nur in kleinen Schritten. Es muss zuerst ein Umdenken stattfinden. Verhaltens- und Denkweisen, die sich über viele Jahre eingeprägt haben, können aber tatsächlich auch wieder „verlernt“ werden.
Ein Beispiel, „Un-Perfektes“ positiv zu bewerten kommt aus Japan.
Obwohl es dort mindestens genauso leistungsorientiert zugeht und die japanische Lebensweise immer mehr von den westlichen Gebräuchen beeinflusst wird, kennt man dort Wabi-Sabi, die Ästhetik des Un-perfekten.
Im übertragenen Sinn könnte man sagen: Schwächen akzeptieren und die Schönheit gerade im Unvollkommenen finden.

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